Eine Zero-Day-Lücke (auch Zero-Day-Vulnerability genannt) ist eine Sicherheitslücke in Software oder Systemen, die dem Hersteller noch nicht bekannt ist. Der Name stammt daher, dass Entwickler null Tage Zeit haben, um die Lücke zu beheben – Angreifer können sie sofort ausnutzen.
Im Gegensatz zu bekannten Sicherheitslücken, für die Patches (Updates) verfügbar sind, können Zero-Day-Exploits nicht einfach durch ein Update abgewehrt werden. Cyberkriminelle und staatliche Akteure suchen gezielt nach solchen Lücken, um unbemerkt in Systeme einzudringen. Sie werden oft auf dem Darknet für hohe Summen gehandelt – ein Zero-Day-Exploit kann mehrere Millionen Euro wert sein.
Für Ihre persönliche und berufliche Sicherheit ist das relevant: Selbst wenn Sie alle Software aktualisieren und Best Practices befolgen, können Zero-Days Sie treffen. Daher ist nicht nur technische Sicherheit wichtig, sondern auch Awareness und schnelle Reaktionsfähigkeit im Ernstfall.


