Flüchtige organische Verbindungen (englisch: Volatile Organic Compounds, kurz VOC) sind chemische Verbindungen, die bei Raumtemperatur leicht verdampfen und so in die Atemluft gelangen. Der Begriff klingt abstrakt – gemeint sind aber Stoffe, die viele Menschen täglich einatmen, ohne es zu wissen.
Typische Quellen in Innenräumen sind: Formaldehyd aus Spanplatten, Laminatböden und Möbeln, Benzol aus Teppichen, Farben und Klebstoffen sowie Lösungsmittel aus Reinigungsmitteln. Bei erhöhter Konzentration können VOC Kopfschmerzen, Reizungen der Atemwege und langfristig ernstere Gesundheitsprobleme verursachen.
Eine bekannte NASA-Studie aus den späten 1980er-Jahren untersuchte, ob bestimmte Zimmerpflanzen – darunter SansevieriaSansevieria ist der botanische Gattungsname für eine Gruppe sukkulenter Pflanzen, die ursprünglich aus den Trockengebieten Afrikas und Südostasiens stammen. In der neueren Botanik – VOC aus der Raumluft filtern können. Die Ergebnisse waren unter Laborbedingungen positiv, die Übertragbarkeit auf normale Wohnräume wird jedoch noch erforscht. Für alle, die bewusst in ihre Lebensqualität investieren: Gute Raumlufthygiene – durch Lüften, schadstoffarme Materialien und Pflanzen – ist ein unterschätzter Hebel für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.


