Der CAM-Stoffwechsel (Crassulacean Acid Metabolism) ist eine besondere Form der Fotosynthese, die vor allem bei Pflanzen aus trockenen und heißen Regionen vorkommt. Der Name leitet sich von den Crassulaceen ab – einer Pflanzenfamilie, bei der dieser Mechanismus zuerst wissenschaftlich beschrieben wurde.
Das Besondere: Während normale Pflanzen ihre Spaltöffnungen (winzige Poren in den Blättern) tagsüber öffnen, um CO₂ aufzunehmen und Sauerstoff abzugeben, machen CAM-Pflanzen genau das Gegenteil. Sie öffnen ihre Spaltöffnungen nachts, speichern das CO₂ in Form von Säuren und verarbeiten es erst am nächsten Tag bei geschlossenen Poren. So minimieren sie den Wasserverlust durch Verdunstung – ein evolutionärer Überlebenstrick für heiße, trockene Lebensräume wie die afrikanischen Savannen.
Für Menschen, die ihren Schlaf optimieren wollen, ist das relevant: CAM-Pflanzen wie Bogenhanf geben auch nachts Sauerstoff ab – im Gegensatz zu normalen Zimmerpflanzen, die nachts Sauerstoff verbrauchen. Das macht sie zur logischen Wahl fürs Schlafzimmer.


