Der Summer of Love war ein kulturelles Massenphänomen im Sommer 1967, als schätzungsweise 100.000 junge Menschen aus ganz Amerika und Europa nach San Francisco strömten – vor allem in den Stadtteil Haight-Ashbury. Er gilt als Höhepunkt und Symbol der Hippie-Bewegung.

Was die Menschen antrieb, war mehr als Abenteuerlust: Es war die Suche nach einer neuen Gesellschaft, geprägt von Frieden, gegenseitiger Fürsorge und Ablehnung des Vietnamkriegs. Musik spielte eine zentrale Rolle – Bands wie Jefferson Airplane oder the Grateful Dead wurden zur Stimme einer Generation. Gleichzeitig war der Summer of Love auch Auslöser für kommerzielle Vereinnahmung: Innerhalb kurzer Zeit wurden die Symbole der Bewegung – Blumen, Batikfarben, Räucherstäbchen – zur Ware.

Diese Dynamik ist bis heute relevant: Wer aufstrebt und Neues schafft, sollte wissen, dass authentische Bewegungen schnell zur Marke werden können. Die Fähigkeit, den eigenen Kern zu bewahren, wenn eine Idee massentauglich wird, ist eine der schwierigsten Führungsaufgaben überhaupt.