KI-Bias (auch Algorithmus-Verzerrung genannt) beschreibt systematische Fehler oder Diskriminierungen, die entstehen, wenn KI-Systeme auf voreingenommenen oder unvollständigen Trainingsdaten trainiert werden. Diese Vorurteile werden dann in automatisierten Entscheidungen reproduziert und verstärkt.

KI-Systeme lernen Muster aus historischen Daten. Wenn diese Daten selbst Diskriminierung enthalten – etwa weil Frauen in bestimmten Positionen unterrepräsentiert waren – lernt die KI, diese Muster weiterzutragen. Das Amazon-Recruiting-Tool bevorzugte männliche Kandidaten, weil die Trainingsdaten aus einer männerdominierten Vergangenheit stammten. Das System hatte keine böse Absicht, sondern folgte einfach den erlernten Mustern.

Für deine Karriere und Investitionen ist das wichtig: Bei der Nutzung von KI-Tools zur Bewerberauswahl oder Kundensegmentierung solltest du prüfen, ob der Anbieter Bias-Tests durchführt. Tools wie IBM Fairness 360 können solche Verzerrungen identifizieren. Als Investor lohnt es sich, Unternehmen zu unterstützen, die transparent über ihre KI-Fairness berichten.